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Grundsätzliches zur Funktionsweise
des Labors

     

Audio- und Videotechnik

Das Labor dient vor allem zur Beobachtung von Computerbenutzern bei der Arbeit mit einem Softwaresystem, einer Website o.ä. mit dem Ziel, Probleme in der Gebrauchstauglichkeit (Usability) aufzudecken. Deshalb ist die Audio- und Videotechnik der Kern das gesamten Labors.

Wichtig ist hier vor allem der Schrank mit den Steckfeldern. Hier fließen die Audio- und Videosignale beider Laborräume zusammen und können nahezu beliebig kombiniert und weitergeleitet werden.

Weiterhin können mit einem Bild-in-Bild-Mischer bis zu vier einzelne Videosignale zu einem einzelnen Signal kombiniert werden. Dies ermöglicht die gleichzeitige Aufzeichnung unterschiedlicher Perspektiven auf die Benutzungssituation. Eine typische Anwendung dieser Technik ist die Videokonfrontation. Hierbei werden das Monitorbild, das Gesicht des Probanden sowie die Hände des Probanden auf Tastatur und Maus mit drei einzelnen Kameras aufgenommen und zu einem Gesamtbild kombiniert. An den Reaktionen des Probanden auf die Benutzung des Systems (z.B. Stirnrunzeln, Kopfschütteln, ungeduldiges Klicken mit der Maus usw.) kann man problematische Stellen der Interaktion erkennen. Gleichzeitig sieht man anhand des Monitorbildes, an welcher Stelle im Interaktionsprozess sich der Proband befindet.

Durch die flexible Gestaltung der Technik kann mit diesem kombinierten Videobild unterschiedlich weiter verfahren werden:

  • Das Bild kann als Videodatei gespeichert werden.
  • Das Bild kann auf einer Video- oder Mini-DV-Kassette aufgenommen werden.
  • Das Bild kann an den Beamer weitergeleitet und an eine Leinwand projiziert werden.
  • Das Bild kann über spezielle Einspiel-Leitungen zurück in den Laborraum geleitet werden und dort z.B. auf einem Monitor angezeigt oder auf Video aufgenommen werden.

Ähnlich verhält es sich mit den Audisignalen. Im Labor stehen unterschiedliche Mikrofone zur Verfügung.

  • fest unter der Decke installierte Schwanenhalsmikrofone
  • Handmikrofone
  • Grenzflächenmikrofone (besonders gut z.B. zur Aufzeichnung von Gruppendiskussionen geeignet)

Die Audiosignale werden mit einem Mischpult geregelt und können zu einem Summensignal kombiniert werden. Dieses Signal kann entweder aufgenommen oder, ähnlich wie das Videosignal, nahezu beliebig weitergeleitet werden.

Eyetracking

Das Usability-Labor verfügt über ein Gerät zur Aufzeichnung von Blickbewegungen, einen so genannten Eyetracker. Mit diesem Gerät können beispielsweise Untersuchungen zur optimalen Anordnung von Bildschirmelementen durchgeführt werden. Im Bereich der Grundlagenforschung lassen sich zudem viele interessante Fragen zur visuellen Aufmerksamkeit bearbeiten.

Messung physiologischer Variablen

Mit dem VARIOPORT-System können physiologische Maße wie z.B. die Herzrate oder die Hautleitfähigkeit gemessen werden. Diese Körperfunktionen dienen in erster Linie als Indikatoren für Anspannung oder Stress. Mit dieser Ausstattung lässt sich also unter anderem feststellen, an welchen Stellen einer Mensch-Computer-Interaktion sich Schwachstellen in der Usability auf Dauer schädlich auf den Menschen auswirken kann. Neben Fragen aus der angewandten Forschung lassen sich mit diesem Gerät aber auch grundlagenorientierte Fragestellungen untersuchen.